Woran erkennt man guten Westernreitunterricht?
Wie ein Cowboy durch die Prärie reiten, einen schwarzen Hengst unter dem Sattel, und einen Cowboyhut auf dem Kopf, so sehen nicht nur Mädchenträume aus. Doch wo bekommt man den passenden Reitunterricht, wie trennt man die Spreu vom Weizen und erkennt den wirklich guten Westernreitlehrer unter den vielen Angeboten?
- Eine der wichtigsten Reiterregeln ist der vernünftige und gewaltfreie Umgang mit seinem Partner Pferd. Da ist es naheliegend, dass ein guter Trainer ebenso mit seinem „Material“ den Pferden umgeht. Je artgerechter die Pferdehaltung, desto natürlicher wird auch sein Umgang mit den Lehrpferden sein. Verdreckte oder muffige, dunkle Ställe, verletzte, dürre oder apathische Pferde, abgenutztes, kaputtes oder ungepflegtes Sattel- und Zaumzeug sind ein Indiz dafür, dass hier am falschen Ende gespart wird und der Unterricht nur auf Kosten von Pferd und Schüler gegeben wird. Auch große Gruppen sind ein Qualitätsmerkmal, das man nicht unterschätzen sollte. Hier wird man nicht individuell gefördert.
- Auf so genannten “Natural Horsemenship“-Kursen kann jeder den natürlichen, einfühlsamen Umgang mit Pferden erlernen. Ein guter Westerntrainer wird sich vor der ersten Stunde mit dem Schüler über dessen Vorkenntnisse auseinandersetzen und Hinweise geben, welche Kleidung am geeignetsten ist. Er wird gemäß dem vorhandenen Reitniveau ein passendes Pferd aus seinem Bestand auswählen, mit dem der neue Reitschüler keine Probleme bekommt. Vor dem ersten Aufsteigen, wird er den Schüler über den Umgang mit dem Pferd instruieren, wenn er nicht sogar das Putzen und Satteln selbst übernimmt oder von einem Helfer erledigen lässt.
- Die allererste Anfängerstunde findet in der Regel an der Longe statt. Hierbei lernt der Schüler den richtigen Sitz und die ersten Hilfen, um das Pferd in Bewegung zu setzen. Mit der Zeit wird der Schüler gelassener und so weit sein, dass die Longe entfernt werden kann und er das erste Mal selbstständig das Pferd durch die Bahn lenkt. Dies ist für den Anfänger ein einschneidendes Erlebnis, denn damit fördert man sein Selbstbewusstsein.
- In den folgenden Stunden gibt ein Trainer viel Tipps zur Theorie und dem Umgang mit dem Pferd und wird immer wieder die erlernten Kenntnisse des Schülers abfragen. Ein guter Westernreitlehrer verfügt über Einfühlungsvermögen und er hat das richtige Händchen, das geeignete Pferd für seinen Reitschüler zu finden. Nur wenn Pferd und Reiter eine Einheit bilden, wird der Unterricht zum Erfolg. Und der wird sich mit der Zeit einstellen und aus dem Anfänger einen Fortgeschrittenen machen.
- Die EWU bildet zum Amateur-Reitlehrer aus und zwar von der Trainer C- bis A-Lizenz.